bmw chiptuning

Chiptuning – elektronische Leistungssteigerung einfach selber machen?

Du kennst sie sicher, diese Momente in denen Du dir wünscht, dass dein Wagen etwas mehr Stärke auf den Asphalt bringt? Besonders wenn Du dich auf interessanten Strecken durch rasante Kurven schlängelst.

Endlich mal die Power aus deinem Wagen herausholen kannst, aber der Vordermann gerade auf einem entspannten Sonntags-Ausflug unterwegs ist und der Platz zum Überholen mal wieder sehr begrenzt ist. Ein wenig mehr Drehmoment und es wäre kein Problem, mal eben vorbei zu ziehen. Oder Du möchtest auf der Beschleunigungsspur noch vor der endlosen Auto-Reihe reinziehen. Ein wenig Mehrleistung und Du könntest dich einfach zurücklehnen und den rechten Fuß entspannt ein wenig Spielen lassen.

Elektronisches Motortuning für deinen Wagen – Welche Leistungssteigerung sind möglich?

älteres auto wartungDeinem Motor mit Chiptuning etwas mehr Dampf zu geben, bedeutet das die Steuergeräte-Software sowie die Einspritzung angepasst werden muss. Dabei werden die Einspritzkennfelder unter Berücksichtigung der Herstellertoleranzen so verändert, dass Leistungsverlauf und Drehmoment zunehmen.

All diese Anpassungen sind auf den Tuning-Chips bereits vorgenommen, sodass diese nur noch eingebaut werden müssen. Ist der Chip erst in deinen Motor eingesetzt, hat dies eine unmittelbare Leistungssteigerung zur Folge. Dennoch kommt es nicht zu Einbußen im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch, die Abgaswerte oder das Laufverhalten.

Damit wird gleich ein klarer Vorteil ersichtlich: Chiptuning ist eine vergleichsweise einfach realisierbare Variante deinen Wagen zu beschleunigen.

Gerade für Dieselfahrzeuge sind die im Motorraum zu verbauenden Chips gut erhältlich.

Das liegt daran, dass die Funktionsweise der kleinen Powerboxen optimal mit den Vorzügen eines Diesel-Motors übereinkommen. Das hängt vor allen Dingen damit zusammen, dass dein Diesel schon von Natur einfach mehr Luft hat. Soll heißen, dass schon ab Werk genug mechanische Kapazitäten sind da, sie müssen nur entsprechend aktiviert werden.

Das Chip-Tuning ist aber auch für deinen Benziner kein Problem. Die Funktionsweise der Chips ist gleich der beim Diesel. Allerdings kann das Ergebnis des Tunings abweichen. Sofern dein Ottomotor kein Auflade-Aggregat oder einen Turbo wie G-Lader oder Kompressor hat, ist es leider schwierig, den Ladedruck für das mehr an Leistung anzuheben. Daher kann der Gewinn an Stärke recht gering ausfallen.

Somit ist bei entsprechenden Motoren zu überlegen, ob neben dem Chiptuning auch weitere Anpassungen am Motor notwendig sind. Außerdem können Spritsorte und Zündstellkurve optimiert werden.

Sofern Du einen Benziner mit Turbo hast, ist das Tuning mit Chip aber genauso einfach und effizient wie beim Diesel.

5 Gründe für die Feinjustierung deines Wagens

bmw chiptuning1. Leistungssteigerung

Der wohl eindeutigste Grund für ein Chiptuning! Aber welche Leistungssteigerung sind möglich? Je nach Chip erwartet dich eine Leistungszunahme von 25 bis 30 %, und das bei gleichzeitiger Steigerung des Drehmoments auf bis zu 25 %.

2. Genaue Einstellung

Ein interessanter Nebeneffekt: Beim Chiptuning werden die vom Hersteller eher grob eingesetzten Kennfelder deines Steuergeräts besser auf die Möglichkeiten deines Fahrzeugs abgestimmt.

3. Verbrauchsoptimierung

Mehr Leistung, weniger Verbrauch? Ja, das geht. Und hängt schlicht damit zusammen, dass Du deinem Wagen mit der Anpassung der Steuergeräte-Software genau das geben kannst, was er braucht. Somit wird auch der Verbrauch gesenkt, da dein Motor seine Kapazitäten effektiver ausschöpfen kann.

4. Einfach anders

Alle haben Serie, Du hast einen Chip! Setz dich von der Masse ab und gib deinem Wagen einen individuellen Mehrwert.

5. Geringer Aufwand

Im Gegensatz zu anderen Tuning-Varianten ist das Chiptuning einfach und kann auch von dir selbst durchgeführt werden.

Brauche ich einen Profi oder kann ich die Kosten für die Fachwerkstatt sparen?

Klingt interessant? Du scheust aber hohe Kosten für den Einbau in der Fachwerkstatt? Du brauchst keinen Profi. Denn der Umbau ist einfach selbst zu machen!

Zunächst kannst du dir Infos zu Anbietern und Produkten über das Internet beschaffen und interessante Angebote vergleichen. Ist dein Powerchip erst angekommen, ist auch das Einsetzen kein Problem: Benötigt wird der Chip sowie die passende Verkabelung zum Einsatz in den Motorraum. Du musst vielleicht ein paar Abdeckungen entfernen, ziehst bestehende Kabel ab und setzt die neue Verkabelung dazwischen. Am Ende derer wird dann der Chip angeschlossen – fertig!

Es ist weder spezifisches Werkzeug noch Programmierungskenntnisse oder entsprechende Soft- oder Hardware zur Einstellung notwendig. Die namhaften Chiphersteller liefern dir auch eine Einbauanleitung mit.

Klare Vorteile des Selbsteinbaus:

  • Kostenersparnis
  • Unkomplizierte Montage
  • Keine Abhängigkeit von einer Fachwerkstatt
  • Du kannst selbst bestimmen, wann du dir und deinem Wagen das Plus an Druck gönnst.

Welcher Chip ist der Richtige für deinen Motor?

Viele Hersteller bieten passende Chips für verschiedene Diesel– und Benziner-Modelle an. Ob deiner dabei ist, kannst Du den jeweiligen Herstellerinformationen entnehmen.

Die Vorteile sind:

produkte chiptuning

  • Die Chips sind aufgrund ihrer Passung für mehrere Fahrzeuge geeignet
  • Dank der variablen Einsetzbarkeit, geringe Produktionskosten

Somit sind diese Chips vergleichsweise am günstigsten.

Es gibt natürlich noch weitere Spezifikationen, wie z. B. witterungsgeschützte Chips, die sich entsprechend durch den Vorteil auszeichnen, besser auf widrige Witterungseinflüsse abgestimmt zu sein.

Unterschiedliche Anbieter bieten auch die Möglichkeit der individuellen Programmierung von Chips ganz nach den persönlichen Anforderungen von Dir und deinem Wagen. Eine personalisierte Leistung, für die Du zumindest die Unterstützung einer Fachwerkstatt brauchst. Der Einbau der Chips ist trotzdem häufig selbst möglich.

Alle Varianten haben ihren Vor- und Nachteile:

  • Die Chips von der Stange sind zwar günstig, aber die Feinjustierung genau auf dein Fahrzeug-Modell ist vielleicht nicht optimal.
  • Ein Chip ohne Witterungsschutz macht eigentlich nur Sinn, wenn Du deinen Wagen nur bei besten Bedingungen auf den Asphalt lässt.
  • Der individuell eingestellte Chip ist sicher verführerisch, aber teuer und Du bist von einem Profi abhängig, der die Programmierung übernehmen muss.

Ganz egal, für welche Variante Du dich entscheidest – auch für deinen Wagen, egal ob Benziner oder Diesel, ist die richtige Lösung einfach gefunden und umgesetzt.

Chiptuning – welche Dinge musst Du beachten, um Nachteile zu verhindern?

1. Garantie

GarantieEin Chiptuning kann eine laufende Hersteller- oder Anschlussgarantie zum Erlöschen bringen. Es ist zu beachten, dass die Garantie des Chip-Herstellers in diesem Fall möglichst umfangreich ausfallen sollte.

2. Weitere Modifikationen

Wenn Du deinem Wagen Best-Leistungen entlocken möchtest, solltest Du auch weitere Faktoren beachten, die die Fahreigenschaften bedingen. Vielleicht brauchst Du, um auch die volle Fahrfreude aus deinem Tuning herausholen zu können, ein strafferes Fahrwerk, stärkere Bremsen, eine andere Auspuffanlage oder einen Luftfilter, der mehr Durchsatz ermöglicht.

3. Teilegutachten

Viele Chiptuning-Sätze werden ohne Teilegutachten des TÜV, also ohne allgemeine Betriebserlaubnis geliefert. Das bedeutet, dass die Modifikation deines Wagens ungeprüft ist und Du erst beim TÜV vorstellig werden musst. Machst Du das nicht, erlischt die Betriebserlaubnis für dein Fahrzeug. Sofern keine ABE mitgeliefert wird, solltest Du also die zusätzlichen Kosten für eine Einzelabnahme bei einer Prüfstelle mit einkalkulieren. Genaue Preise kannst Du gut direkt bei den jeweiligen Stellen erfragen.

4. KfZ-Steuer

Da sich die KfZ-Steuer neben dem Hubraum auch nach dem CO2-Ausstoß bemisst, ist nach dem Tuning im Rahmen der Abgasuntersuchung (AU) eine entsprechende Messung sowie Meldung der Ergebnisse an die Steuerbehörde sinnvoll, mit dir kein Steuerbetrug vorgeworfen werden kann.

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Gib deinem Wagen, die Power, die Du brauchst!

5 Schritte zum einfachen Einbau deiner Powerbox

  • Vorbereitung – Motor abkühlen lassen. Anschließend Motorhaube des Fahrzeugs öffnen und Wagen verriegeln. Einige Minuten warten, mit sich alle elektronischen Verbraucher ausschalten. Motorabdeckung entfernen.
  • Lösen – Nun benötigst Du den Common-Rail-Anschluss deines Motors. Indem Du den Einspritzleitungen folgst, findest du das Rail. Bilder, um zu schauen, wie es aussieht, findest Du leicht im Internet oder in der Anleitung des Chip-Herstellers. Löse den Stecker des Common-Rail-Anschlusses. Gleiches machst du mit dem Stecker des Ladedruck-Anschlusses.
  • Anschluss Common-Rail und Ladedruck – Verbinde nun die passenden Stecker des Kabelbaums deines Chips mit den soeben abgezogenen Steckern und dann mit den jeweiligen Buchsen deines Wagens.
  • Chip verbinden – Jetzt noch den Chip am Kabelbaum anschließen …
  • Power-Check – … und schon kannst Du testen, ob dein Wagen die Powerbox angenommen hat und Du schon bald mehr Leistung genießen wirst. Dafür machst Du die Zündung an – startest aber noch nicht den Motor. Checke zunächst, ob sich alle Kontrollleuchten, wie gewohnt, ein- und wieder ausschalten. Jetzt ist bei den meisten Chips noch dessen Anzeige zu prüfen. Ist diese verfügbar, steht dem ersten Start deines neuen Kraftpaketes nichts mehr im Weg!

Fazit

  • Der Einbau eines Chiptuning-Kits ist auch ohne Fachwerkstatt und Profi-Wissen möglich.
  • Bei der Wahl des Chips sind deine individuellen Anforderungen zu berücksichtigen.
  • Mögliche Varianten lassen sich leicht über das Internet recherchieren und beschaffen.
  • Es ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Also – worauf wartest Du noch?

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