Chiptuning Audi

Dein Audi liefert nicht die Leistung, die Du gerne hättest? Du möchtest das ändern und suchst nach einer guten Lösung, die auch langfristig super funktioniert? Wir haben uns extra hierfür mit dem Thema Chiptuning beim Audi – gleich ob Audi A4, Audi A6 oder gar TT – auseinandergesetzt und folgende, wichtigen Fragen für dich beantwortet.

Welche Leistungssteigerungen sind möglich?

Realistisch sind bei einem Audi bis zu 25% Leistungszuwachs möglich. In der Praxis kannst Du mit 20% rechnen – darüber hinaus wird es aufgrund der Serienstreuung deines Autos auch mal „nur“ 20% statt maximale 25%.

Theoretisch sind auch Steigerungen von über 30 bis hin zu 60% möglich – insbesondere bei den turboaufgeladenen Modellen von Audi, welche per Software auf den Leistungsstand des „stärkeren“ Motors bei gleichem Hubraum angepasst werden können (z.B. die 1,9l-Modelle, welche es in verschiedener PS-Ausführung bei fast identischer Bauweise gibt). Allerdings muss dann der gesamte Motorkreislauf angepasst werden (Stichwort: Umbaukosten!), um z.B. dem höheren Druck beim Turbo auf Dauer standzuhalten.

Desweiteren sinkt die Lebensdauer des Fahrzeuges bei solch hohen Leistungssteigerungen rapide ab, weswegen 25% alles vertretbare Obermarke angesehen werden sollte.

Welche Produkte gibt es? Welche Anbieter sind den Erfahrungen nach gut?

Die Bekanntesten Anbieter sind die SKN Tuning GmbH, ABT Sportsline, PP-Performance und DTE Systems.

smartphone-app-chiptuningInsbesondere der letztere Anbieter bietet innovative Lösungen an: Neben dem Aufspielen einer leistungssteigernden Software, wird eine Smartphone-App fürs Auto bereitgestellt, mit welcher man während der Fahrt (bei den entsprechend neueren Audimodellen) einfach das Fahrprogramm (Sport, Dynamik, Spritsparen) wählen kann. Sozusagen „variables Chiptuning to go“.

Do it yourself: Selber machen und bei welchen Modellen sich das Tuning wirklich lohnt

Nennst Du ein nicht ganz aktuelles Audimodell dein Eigen, z.B. den Audi A4-B6 (Typ 8E), kannst Du diesen mit ein wenig KFZ-Kenntnissen relativ einfach selbst chiptunen. Es gibt gerade für nicht ganz brandaktuelle Modelle genügend erprobte (!) Lösungen auf dem Markt und auch die Audiforen strotzen nur so von Erfahrungswerten und Tipps, damit der Einbau auch reibungslos klappt.

audi-a4Bei den ganz neuen Modellen (beim A4 ab B9) ist es einerseits schwieriger auf die Elektronik zuzugreifen (da der Hersteller dies möglichst maximal erschwert, um seine „eigenen“ Tuninglösungen zu verkaufen, siehe S-Serie), andererseits sind die Erfahrungswerte anderer Nutzer geringer.

Zusätzlich ist die früher eher großzügig bemessene „Sicherheitsreserve“ zwischen Werksleistung und maximal technisch möglicher (ohne den Verschleiß enorm anzuheben) deutlich geringer geworden.

Faustregel: Je älter dein Audi, desto mehr Tuningpotential schlummert in ihm.

Deine Vorteile beim Motortuning

Die Audi-Modelle nutzen softwareseitig oft nicht die mögliche Leistungsfähigkeit aus.

Das hat zwei Gründe:

  1. Der Hersteller möchte „Sicherheitsspielraum“ für Verarbeitungsfehler und die Haltbarkeit einplanen und
  2. um quasi „baugleiche“ Modelle mit unterschiedlicher Leistung anbieten zu können.

Mit einem Chiptuning kann man relativ einfach diese Leistungsreserven anzapfen. Dabei setzt Audi (insbesondere bei den Turbolader-Modellen) auf einen sehr übermäßigen Sicherheitsspielraum, weswegen ein Motortuning auch nicht auf die Lebensdauer deines Autos gehen muss. Auch spendiert Audi gerade bei seinen Facelifts der (jeweils aktuellen) Baureihe gerne ein kleines PS-Update. Dank eines Tuningchips, kann man dieses Potential auch für ein Pre-Faceliftmodell freisetzen und fahrend genießen.

Nachteile minimieren: Hier solltest Du aufpassen

Beim Motortuning ist es für Dich wichtig, dass das genutzte Produkt die Leistungscharakteristik nicht ungünstig verändert: Billige Tuningchips heben nämlich zumeist zwar die Maximalleistung deutlich an, aber oft zu Lasten dem Leistungskurvenverlauf.

Die Folge: Insbesondere bei den Audimodellen mit Turbolader ein stark ausgeprägtes „Turboloch“ bzw. eine alltagsuntaugliche Leistungsabgabe. Deswegen ist es oft besser, auf hochwertige Tuningchips zurückzugreifen. Diese „versprechen“ Dir zwar ein wenig weniger Leistungszuwachs – dieser ist aber dafür in allen Fahrsituationen spürbar und nicht nur auf dem Prüfstand oder der Rennstrecke (beim Ausdrehen des Fahrzeugs).

Diese Modellreihen lassen sich besonders gut tunen

Audi A6, Audi A5, Audi A4, Audi A3 und die Audi TT Reihe werden von den einschlägigen Tuningchipherstellern gut abgedeckt. Das insbesondere deswegen wichtig, damit entsprechende Freigaben für den TÜV vorliegen – damit das böse Erwachen nicht bei der fälligen Hauptuntersuchung kommt.

audi-a8Modelle wie der A2 oder A8 sind aufgrund der geringen Nachfrage in Bezug auf die Stückzahl und ihrer Gesamtauslegung eher weniger gut abgedeckt. Dasselbe gilt für die ohnehin schön softwaretechnisch seitens Audi stark ausgereizten S-Modelle.

Achtung Steuer: Warum Du beim Tuning unbedingt aufpassen musst

Nach dem 1. Juli 2009 zugelassene Autos werden anders besteuert: Es gilt der CO-2-Ausstoß, nicht mehr der reine Hubraum. Das hat beim Chiptuning zur Folge, dass natürlich dein Hubraum zwar gleichbleibt, die Leistung – und damit der CO-2-Ausstoß – hingegen nicht.

Ergebnis: Die KFZ-Steuer steigt ein wenig. In der Regel ist das kein Problem, wenn Du es umgehend meldest und eintragen lässt. „Vergisst“ man dies, passiert meist lange nichts – bis doch ein Unfall passiert und beim Gutachter festgestellt wird, dass das Fahrzeug nicht mehr Original ist. Dann kann es teuer werden und sogar die Betriebserlaubnis komplett erlöschen, wenn für den verbauten Chip keine Freigabe (bezüglich CO-2-Messung) vorliegt. Deswegen nur Chips MIT Eintragungspapieren kaufen!

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Ab 200EUR bist du dabei. Zusätzlich kommt ggf. die Arbeitszeit der Werkstatt deiner Wahl, was mit 30-100EUR zu Buche schlägt. Nach oben hin ist alles möglich. Realistische Angebote bleiben jedoch unter 500EUR. Unsere Empfehlung: Gib für das Tuning mindestens 300EUR (gesamt) aus und achte auf die nötigen Zertifizierungen. Vermeintlich günstige 150EUR-Angebote oder Ähnliches solltest du meiden.

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